Neben den Wirkungsfeldern Veranlagung und Underwriting entstehen auch im täglichen Bürobetrieb der VIG Treibhausgasemissionen. Hierzu zählen einerseits die Bürogebäude mit ihrem Energieverbrauch für Strom, Heizung und Kühlung und andererseits die Mobilität, das heißt, der Fuhrpark und Dienstreisen, vor allem jene mit dem Flugzeug. Die langfristige Zielsetzung der VIG im Bereich Bürobetrieb lautet, die Emissionen bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren. 

 

 

 

Sechs Wirkungsfelder des Nachhaltig­keitsprogramms der VIG: Grün hervorgehoben: Bürobetrieb
© VIG

Die VIG berechnet jährlichen ihre Emissionen aus dem Bürobetrieb 

In der untenstehenden Tabelle befinden sich die Angaben zum Energieverbrauch im Bürobetrieb sowie den Flugkilometern der konsolidierten Gesellschaften der VIG. Der Gesamtenergieverbrauch inkludiert den Stromverbrauch, die Heiz- und Kühlenergie sowie den Treibstoffverbrauch der Fahrzeugflotte. Darüber hinaus werden in der Tabelle die Emissionen aus dem Bürobetrieb in Tonnen CO2-Äquivalenten ausgewiesen. Diese werden sowohl gesamt als auch aufgesplittet auf Emissionen aus Scope 1 (Heiz­energiebedarf und Treibstoffverbrauch), Scope 2 marktbasiert und standortbasiert (Strom-, Fernkältesowie Fernwärmebedarf) und Scope 3 (ausschließlich geschäftliche Flugreisen) dargestellt.

 

Umweltkennzahlen


Gesamtenergieverbrauch in MWh 147.391  148.030 147.738
aus fossiler und nuklearer Energie in MWh 124.894 130.654 133.744
aus erneuerbarer Energie in MWh 22.497 17.377 13.995
Flugkilometer

 15.875.304

11.493.793 9.410.256
Emissionen in t CO2-Äquivalenten (marktbasiert)  34.386 37.561 40.346
Emissionen in t CO2-Äquivalenten (standortbasiert)  38.949 41.078 39.892
Scope 1 (direkte Emissionen) in t CO2-Äquivalenten  18.614 18.538 19.490
Scope 2 marktbasiert (indirekte Emissionen) in t CO2-Äquivalenten 13.889 17.678 19.755
Scope 2 standortbasiert (indirekte Emissionen) in t CO2-Äquivalenten 18.452 21.195 19.301
Scope 3 (Flugreisen) in t CO2-Äquivalenten 1.883 1.345 1.101
  2025 2024 2023

 

Umwelt­freundlicher Ringturm 

In 2023 wurde bestätigt, dass der Wiener Ringturm EU-taxonomiekonform – und damit offiziell umweltfreundlich – ist. Dies ist insofern bemerkenswert, als der Ringturm 1955 eröffnet wurde. Das Gebäude beheimatet die Unternehmenszentralen der VIG Holding, Wiener Städtischen und des Hauptaktionärs ­Wiener Städtische Versicherungsverein. Für die Verifikation notwendig waren sorgfältige Instandhaltungen ebenso wie kontinuierliche Verbesserungen am Gebäude. Zu diesen zählen etwa Fernkälte, LED-­Beleuchtung und thermische Sanierung. Seit Mai 2023 erzeugen zudem zwei Photovoltaikanlagen mit einer jährlichen Leistung von rund 60.000 Kilowattstunden elektrische Energie.

 

Ringturm Gesamtansicht
© Robert Newald
Energiegemeinschaft zwischen VIG und Wien Energie
© Wien Energie / VIG

Erste österreichweite Energie­gemeinschaft

Die Aktivitäten der VIG im Immobilienbereich gehen weit über das Headquarter hinaus. Erneuerbaren Strom selbst zu erzeugen und diesen österreichweit zwischen den Gebäuden des Unternehmens zu teilen ist der Anspruch der VIG. Um das umzu­setzen, wurde die VIG-Energiegemeinschaft mit Unterstützung der Wien Energie gegründet. Durch die Energiegemeinschaft werden künftig mehr als die Hälfte aller österreichischen VIG-Standorte mit grüner Energie versorgt. Mit einer Gesamterzeugung von rund drei Gigawattstunden pro Jahr aus Sonnenund Windkraft besitzt die Energiegemeinschaft ein sehr hohes Erzeugungsvolumen. Die VIG-Gemeinschaft ist damit nicht nur
die erste österreichweite, sondern auch noch eine der leistungsstärksten Energiegemeinschaften Österreichs. Wien Energie ist dabei eine starke Partnerin und hilft mit umfassenden Dienstleistungen. Insgesamt stellt die Wien ­Energie für die Energiegemeinschaft sechs Photovoltaik- und vier Windkraftanlagen zur Verfügung. Dieses Kontingent soll in den nächsten Jahren ausgeweitet werden. Jährlich werden dadurch rund 1.300 Tonnen CO2 eingespart. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt, um das Immobilienportfolio der VIG Holding taxonomiekonform auszurichten. 

 

Gemeinsam Ressourcen schonen

Die österreichischen VIG-Gesellschaften sind seit 2011 Partnerin der AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung). Gemeinsam sparen die Unternehmen den Verbrauch von wertvollen Ressourcen und Rohstoffen wie Wasser, Strom und Metallen ein und verringern den Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen. Darüber hinaus werden Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen geschaffen.

 

v. l. n. r. Gerhard Lahner (VIG), Günter Geyer und Gernot Hochfellner (CEO AfB) mit Urkunde und Auszeichnung 10 Jahre Partnerschaft mit Afb.
© VIG

Positive Effekte der Partnerschaft in 2025

%
der Geräte wurden wiedervermarktet
neue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung
kg
CO2-Äquivalente eingespart
kg
Rohstoffe (Metalle und Mineralien)