Am 14. Juni 1955 wurde unser Headoffice am Wiener Ring eröffnet. Was damals eine Besonderheit war, heißt heute „moderat moderne Architektur“. Die Austria Wochenschau kommentiere das Gebäude mit „Das ist nicht Amerika, das ist Österreich…“. Jetzt ist der Ringturm nicht mehr wegzudenken und gilt als Symbol der wiedererlangten Freiheit und des wirtschaftlichen Wiederaufstiegs Österreichs nach den Kriegs- und Besatzungsjahren. Gleichzeitig ist er unser Arbeitsplatz und ein Ort der internationalen kulturellen Begegnungen.
Norbert Liebermann, der damalige Generaldirektor der Wiener Städtischen, fasste den Entschluss, einen neuen Hauptsitz errichten zu lassen. Gebaut wurde vom 6. Februar 1953 bis zum 11. Juni 1955. Die Eröffnung fand am 14. Juni 1955 statt.
Erich Boltenstern, der Architekt des Gebäudes, war während der Zeit des Nationalsozialismus in die USA emigriert und hatte dort die Zweckmäßigkeit moderner Bürohochhäuser kennen- und schätzen gelernt. Als Bauart wurde Stahlbeton-Skelettbau gewählt.
Am Dach des Ringturms befindet sich ein Wettermast, der mit dem Computersystem der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik auf der Hohen Warte verbunden ist. Je nach Witterung und Datenlage des kommenden Tages zeigen 117 Leuchten auf der 20 Meter hohen Säule das Wetter in Wien an.
Im 20. Stock finden regelmäßig Events statt und im Erdgeschoss Ausstellungen.
73,05 Meter, 20 Stockwerke über dem Erdboden, 3 Kellergeschoße. Im Vergleich: Der Wiener Stephansdom ist 108,7 m hoch.
2,3 cm in Querrichtung, 2,0 cm in Längsrichtung
Eine gern genutzte Alternative zum Lift und Stiegenhaus sind für viele Mitarbeiter:innen unsere zwei Paternoster. Echte Highlights, es handelt sich um zwei der letzten in Wien, die in Betrieb sind. Perfekt, um zwischendurch zu entschleunigen. Die rotierende Technik kommt aus dem Bergbau und der Name stammt vom Rosenkranz Beten ab. Fans dieses besonderen Aufzuges werden liebevoll Paternostalgiker:innen genannt.
Seit 2006 verwandelt sich der Ringturm jeden Sommer in ein Kunstobjekt. Auf einer rund 4000 m2 großen Leinwand können österreichische und internationale Künstler:innen ihr Statement setzen und in die VIG Kunstgeschichte eingehen.
Zur Weihnachtszeit schmückt ein 60 Meter hoher Weihnachtsbaum unseren Turm. Aus energieeffizienten LEDs und mit einem besonderen „Schneeflocken-Effekt“, der von der Spitze des Baumes herunter zu rieseln scheint. Kürzlich wurden die Leuchtstunden pro Tag reduziert, um Strom zu sparen.