VIENNA INSURANCE GROUP 1. BIS 3. QUARTAL 2015

PR
23.11.2015
Ergebnisse

 

ALLE MÄRKTE MIT POSITIVEM OPERATIVEN ERGEBNIS

ERGEBNIS VOR STEUERN DURCH WERTBERICHTIGUNG AUF
IT-SYSTEME BELASTET

  • Prämien ohne Einmalerläge – solides Plus von 2,5%    
  • Ausgezeichnete Combined Ratio bei 96,9%
  • Operatives Ergebnis 370,3 Mio. Euro    
  • Gewinn (vor Steuern) nach Wertberichtigung 175,3 Mio. Euro

Die Vienna Insurance Group setzt weiter auf eine gezielte Entwicklung profitabler Sparten. Wesentlich dabei sind die Schaden/Unfallversicherung (+0,9 Prozent) sowie die Lebensversicherung mit laufender Prämie, die mit 5,8 Prozent deutliche Zuwächse verzeichnete. Im Bereich Einmalerlag ist der Konzern im aktuellen Zinsumfeld weiter zurückhaltend. Dies führte in der Lebensversicherung zu einem Gesamtrückgang von 5,2 Prozent. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete die Vienna Insurance Group Gesamtprämien von 6,9 Mrd. Euro (-1,8 Prozent), ohne Einmalerläge ein solides Plus von 2,5 Prozent.
Erneut lieferten alle Märkte der Vienna Insurance Group einen positiven Ergebnisbeitrag. Die Übrigen Märkte der Vienna Insurance Group erzielten mit 48,6 Mio. Euro ein Plus von 10,5 Prozent und damit ein Rekordergebnis.
   
Die Combined Ratio konnte auf sehr gute 96,9 Prozent gesenkt werden.

Die Kapitalanlagen (einschließlich der liquiden Mittel) der Vienna Insurance Group zum 30. September 2015 betrugen 31,6 Mrd. Euro. Das Finanzergebnis des Konzerns lag bei 797,3 Mio. Euro
(-7,1 Prozent).

Das operative Ergebnis belief sich insgesamt auf 370,3 Mio. Euro. Der Rückgang des ordentlichen Finanzergebnisses durch das anhaltend niedrige Zinsniveau, das auch die Bildung einer Vorsorge für Personalrückstellungen in Österreich erforderlich machte, und der Zinsaufwand für die nachrangige Anleihe vom März 2015 belasteten das Ergebnis.

Die Vienna Insurance Group überprüft im Rahmen der laufenden Evaluierung der technischen Nutzbarkeit sowie im Hinblick auf die sich rasch ändernden Anforderungen des Versicherungsmarktes und dem sich beschleunigenden technologischen Wandel regelmäßig die bestehende Systemlandschaft. Diese Überprüfung wurde mit externer Unterstützung durchgeführt.   

Die Analyse hat nunmehr ergeben, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass bestimmte IT-Systeme bzw. Programmteile nicht mehr oder nicht mehr vollumfassend die zukünftigen technischen und wirtschaftlichen Anforderungen erfüllen werden. Dementsprechend sind die auf diese Programme bzw. Programmteile entfallenden Bilanzansätze durch eine Wertberichtigung im Ausmaß von 195 Mio. Euro zu reduzieren. Demzufolge beträgt der Gewinn (vor Steuern) nach Wertberichtigung 175,3 Mio. Euro.


Highlights aus dem Konzern
In Österreich setzte die Wiener Städtische Versicherung das erfreuliche Wachstum in der Schaden/Unfallversicherung mit einem Plus von 2,8 Prozent fort und kompensierte damit deutlich den Prämienrückgang im Italiengeschäft der Donau Versicherung.
Der Rückgang der Prämien in der Lebensversicherung (-5,5 Prozent) resultiert ausschließlich aus der Zurückhaltung im Bereich Einmalerlag. Insgesamt beliefen sich die Prämien auf 3,2 Mrd. Euro. Der Gewinn (vor Steuern) lag bei 116,9 Mio. Euro. Stark verbessert wurde die Combined Ratio mit einem Wert von 98,6 Prozent.

In der Tschechischen Republik erreichten die Konzerngesellschaften einen Gewinn (vor Steuern) von 125,9 Mio. Euro – damit lieferten die tschechischen Konzerngesellschaften Kooperativa, ČPP und PČS erneut den höchsten Ergebnisbeitrag. Insgesamt erwirtschafteten sie Prämien von 1,2 Mrd. Euro. Das Niedrigzinsumfeld erforderte im Einmalerlag auch auf diesem Markt Zurückhaltung. Trotz steigender Prämien im laufenden Geschäft (+3,6 Prozent) wurde in der Lebensversicherung ein Rückgang verzeichnet. Die Combined Ratio konnte mit 89,4 Prozent weiter auf einem ausgezeichneten Niveau gehalten werden.


Einen leichten Zuwachs erwirtschafteten die Konzerngesellschaften in der Slowakei. Die Gesamtprämien beliefen sich auf 551,8 Mio. Euro. In der Lebensversicherung bewährte sich der Bankvertrieb über die lokale Erste Group-Gesellschaft mit einem Plus von 10,3 Prozent. Der Gewinn (vor Steuern) belief sich auf 40,4 Mio. Euro. Die Combined Ratio lag bei 96,6 Prozent.


In Polen erreichte die Vienna Insurance Group Gesamtprämien von 635,3 Mio. Euro. Der polnische Versicherungsmarkt erlebt in der Kfz-Versicherung eine Phase intensiven Preiswettbewerbs, der in diesem Segment zu sinkenden Durchschnittsprämien und Umsätzen führte. Die Konzerngesellschaften der Vienna Insurance Group verfolgen weiterhin eine ertragsorientierte Zeichnungspolitik und im Segment Schaden/Unfallversicherung wurde ein Prämienrückgang (-16,1 Prozent) in Kauf genommen. Zwar erhöhte sich die Combined Ratio auf 97,2 Prozent – im aktuellen Marktumfeld in Polen ist das jedoch ein ausgezeichneter Wert. Die Reduktion der kurzfristigen Einmalerläge führte zu einem Rückgang in der Lebensversicherung (-27,5 Prozent). Bei den laufenden Prämien konnte – insbesondere durch die Neukonsolidierung der Skandia – jedoch auch ein signifikanter Zuwachs von 48,0 Prozent erzielt werden. Der Gewinn (vor Steuern) lag bei 38,1 Mio. Euro.

Die veränderte Situation am Versicherungsmarkt in Rumänien sowie die Maßnahmen des Konzerns zur Restrukturierung des Geschäfts zeigen weiterhin positive Wirkung. Dies führte zu einem Gewinn (vor Steuern), der sich auf 5,5 Mio. Euro belief. Bei den Prämien konnte ein kräftiges Wachstum von 23,3 Prozent auf insgesamt 300,6 Mio. Euro erzielt werden. In der Schaden/Unfallversicherung verzeichneten die Konzerngesellschaften der Vienna Insurance Group einen Zuwachs von 15,9 Prozent und in der Lebensversicherung – getragen durch den erfolgreichen Verkauf von fondsgebundenen Produkten über die lokale Erste Group-Tochter – einen signifikanten Anstieg um 66,8 Prozent. Deutlich verbessert wurde die Combined Ratio, die jedoch noch knapp über der 100-Prozent Marke lag.

Seit dem Jahr 2010 konnte die Vienna Insurance Group in den Übrigen Märkten durch Expansion und starke Vertriebsmaßnahmen die verrechneten Prämien um rund 50 Prozent auf 955 Mio. Euro steigern. Mit einem Prämienplus im Vergleich zum Vorjahr von 14,6 Prozent entwickelten sich die Übrigen Märkte auch in den ersten drei Quartalen ausgezeichnet. In der Lebensversicherung wurde ein deutliches Wachstum von 24,1 Prozent verzeichnet, in der Schaden/Unfallversicherung stiegen die Prämien um 7,8 Prozent.

Hervorzuheben sind insbesondere die Zuwächse in Serbien und dem Baltikum (jeweils rd. plus 17 Prozent), der Türkei und Bulgarien (jeweils rd. plus 14 Prozent). Ebenso erhöhte sich der Gewinn (vor Steuern) im Segment Übrige Märkte um 10,5 Prozent auf 48,6 Mio. Euro. Die Combined Ratio wurde auf 95,6 Prozent verbessert.

Die Region Übrige Märkte umfasst die Länder Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Estland, Georgien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Mazedonien, Moldawien, Serbien, Türkei, Ukraine und Ungarn.  

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16 VIG 1. 3. Quartal 2015
pdf (129 KB) 23.11.2015
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