Halbjahresergebnisse 2026 zeigen deutliche Ergebnissteigerung und dynamisches Wachstum im Kernmarkt CEE
- Ergebnis vor Steuern auf 641,5 Mio. Euro gewachsen (+20,7 %)
- Versicherungstechnische Erträge auf 6,8 Mrd. Euro erhöht (+7,1 %)
- Verrechnete Prämien auf 9,0 Mrd. Euro angestiegen (+5,4 %)
- Combined Ratio netto auf 91,4 % verbessert (-0,5 Prozentpunkte)
- Weiterhin hohe Solvenzquote von 272 %
„Mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2026 setzt die Vienna Insurance Group ihren profitablen Erfolgskurs sowie ihr dynamisches Wachstum im Kernmarkt CEE fort. Es ist gelungen, alle wesentlichen Kennzahlen zu steigern und auch nach dem Erwerb der NÜRNBERGER Versicherung eine hohe Kapitalausstattung auszuweisen. Damit bestätigen wir unseren Ausblick, für das Gesamtjahr 2026 ein Ergebnis vor Steuern innerhalb einer Bandbreite von 1,25 bis 1,30 Mrd. Euro (exklusive NÜRNBERGER) zu erzielen“, kommentiert Hartwig Löger, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Vienna Insurance Group.
Deutlicher Anstieg beim Ergebnis vor Steuern
Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 deutlich um 20,7 % auf 641,5 Mio. Euro. Die Ergebnissteigerung ist unter anderem auf die positive Entwicklung des Gesamtkapitalveranlagungsergebnisses und der Netto Combined Ratio zurückzuführen. In allen Segmenten konnte ein positives Ergebnis vor Steuern erwirtschaftet werden, wobei das höchste prozentuelle Plus in den Segmenten Erweiterte CEE (+98,0 %), Spezialmärkte (+35,4 %) und Österreich (+11,2 %) zu verzeichnen ist.
Erhöhung der Versicherungstechnischen Erträge in allen Sparten und Segmenten
Die Versicherungstechnischen Erträge ausgestellter Versicherungsverträge konnten auf 6.849,9 Mio. Euro (+7,1 %) gesteigert werden. Die Wachstumsraten der Segmente Spezialmärkte (+10,9 %), Erweiterte CEE (+9,2 %) und Tschechien (+8,7 %) lagen sogar darüber, wobei in den Märkten Ukraine (+18,5 %), Bosnien-Herzegowina (+16,2 %), Türkei (+14,2 %), Ungarn (+13,6 %), Albanien (+13,2 %), Kroatien (+12,6 %) und Bulgarien (+11,3 %) ein zweistelliges Wachstum erzielt wurde. Bei den Sparten entfiel die höchste prozentuelle Steigerungsrate auf die Lebensversicherung ohne Gewinnbeteiligung (+18,2 %), gefolgt von der Fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung (+10,7 %) und der Krankenversicherung (+8,8 %).
Zuwächse bei verrechneten Prämien
Die verrechneten Prämien betrugen im ersten Halbjahr 2026 9.031,6 Mio. Euro und liegen damit um 5,4 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die höchste prozentuelle Steigerungsrate entfiel auf die Lebensversicherung ohne Gewinnbeteiligung (+18,4 %). Das Wachstum wurde vor allem vom Kernmarkt CEE mit über dem Gesamtdurchschnitt liegenden Zuwachsraten getragen. Polen verzeichnete +8,3 %, Tschechien +8,1 % und Erweiterte CEE +6,4 % Prämiensteigerung. Auch Österreich trug mit einem Prämienplus von +3,6 % zum positiven Wachstum des Kernmarktes CEE bei. Von den Ländern im Segment Erweiterte CEE zeigten vor allem Ungarn (+15,1 %), Bulgarien (+12,0 %), Serbien (+9,7 %), Kroatien (+9,3 %) sowie die Slowakei (+7,0 %) eine sehr positive Prämienentwicklung. Im Spezialmarkt Türkei (-2,6%) wurde das Wachstum in der Kfz-Haftpflichtversicherung aufgrund der aktuellen Marktentwicklungen zugunsten der Profitabilität der Gruppe zurückgenommen.
Klar verbesserte Netto Combined Ratio
Die Netto Combined Ratio verbesserte sich im Halbjahr 2026 auf 91,4 % und liegt damit um 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 91,9 %. Die Verbesserung gegenüber der Vorjahresperiode ist vorwiegend auf geringere Schadenbelastungen zurückzuführen.
Erhöhte Vertragliche Servicemarge (CSM)
Die Vertragliche Servicemarge betrug per 30. Juni 2026 6.323,1 Mio. Euro (+1,4 % gegenüber Ende 2025) und stammt im Wesentlichen aus der langfristigen Lebens- und Krankenversicherung. Die Entwicklung resultiert vor allem aus dem gestiegenen Zinsniveau und dem Neugeschäft.
Hohe Solvenzquote
Die Solvenzquote der Gruppe bleibt mit 272 % (inklusive Übergangsmaßnahmen) zum Ende des Halbjahres 2026 weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die Entwicklung gegenüber dem Jahresende 2025 (296 %) ist im Wesentlichen auf eine vereinfachte Berücksichtigung der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG (zum 30.6.2026 noch nicht konsolidiert) im Rahmen der Solvenzkapitalberechnung zurückzuführen. Sowohl die sehr gute aufsichtsrechtliche Eigenmittelausstattung als auch das „A+“-Rating von Standard & Poor’s mit dem am 23. Oktober 2025 auf „positiv“ angehobenen Ausblick demonstrieren die hohe Resilienz der Vienna Insurance Group.
Gesamtkapitalveranlagungsportfolio gestiegen
Das Gesamtkapitalveranlagungsportfolio betrug zum 30. Juni 2026 49,1 Mrd. Euro (Ende 2025 47,2 Mrd. Euro). Das entspricht einem Anstieg um 4,1 %. Die Entwicklung ist vorrangig auf gestiegene Marktwerte der zum Zeitwert bewerteten Investments sowie auf hohe Neuveranlagungen zurückzuführen.
Ausblick bestätigt
Aufgrund der guten Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 bestätigt das Management der Vienna Insurance Group den Ausblick für 2026 ein Ergebnis vor Steuern innerhalb einer Bandbreite von 1,25 bis 1,30 Mrd. Euro (exklusive NÜRNBERGER) zu erzielen.
Integration der NÜRNBERGER
Mit Ausnahme der Solvenzquote (vereinfachte Einbeziehung zum 30. Juni 2026) wurden die angegebenen Zahlen für das Halbjahr 2026 ohne Berücksichtigung der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG ermittelt. Die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG wird erstmals in den Konzernabschluss 2026 einbezogen werden. Mit dem Vollzug des Erwerbs der NÜRNBERGER hatte die Vienna Insurance Group am 18. Mai die größte Transaktion ihrer Unternehmensgeschichte bekanntgegeben. Die Vienna Insurance Group wirkt bereits aktiv am eingeschlagenen Transformationskurs der neuen VIG-Gesellschaft mit: „Die NÜRNBERGER bereichert unser breites Portfolio an Gesellschaften mit ihrer starken Marke und unterstützt unsere nachhaltige Wachstumsstrategie im Kernmarkt CEE durch die höhere Diversifikation über den deutschen Markt. Beim eingeschlagenen Transformationskurs der NÜRNBERGER legen wir einen besonderen Fokus auf die Erarbeitung und Implementierung einer IT-Transformations-Strategie. Ziel ist, Kundinnen und Kunden sowie Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner damit noch leistungsstärkere, nachhaltige Produkte und Services zu bieten“, betont Hartwig Löger.