Neue Freundschaften, gemeinsame Erlebnisse und jede Menge Austausch über Ländergrenzen hinweg: Auch diesen Sommer brachten das VIG Kids Camp und die EYFON VIG YouthDays Kinder und Jugendliche aus zahlreichen Ländern unserer Versicherungsgruppe in Österreich zusammen. Was sie verbindet? Die Erfahrung, dass Vielfalt bereichert – und aus Begegnungen Freundschaften entstehen können, die weit über den Sommer hinausreichen.

Ob beim Fußballspielen, bei gemeinsamen Ausflügen, beim Austausch über unterschiedliche Kulturen oder bei einem Besuch in Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren: Rund 500 Kinder aus 20 Ländern Zentral-, Ost- und Südeuropas verbrachten diesen Sommer zwei abwechslungsreiche Wochen in den VIG Kids Camps in Wien-Strebersdorf, Radstadt, Bleiburg und Leibnitz. Dabei ging es um weit mehr als Sport, Spiel und Sightseeing. Im Mittelpunkt stand das Miteinander – über Länder-, Kultur- und auch Generationengrenzen hinweg.

Wenn aus Begegnungen Freundschaften werden

Wie schnell dabei neue Verbindungen entstehen können, erzählt Anastasia aus Rumänien. Die Zwölfjährige ist bereits zum zweiten Mal im VIG Kids Camp in Radstadt und hat dort neue Freundinnen aus Rumänien und Albanien gefunden. Ein besonderer Moment war für sie der Besuch im Seniorenwohnheim Radstadt.

Anastasia aus Rumänien, Teilnehmerin am VIG Kidscamp
© Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer
Ich habe ein rumänisches Volkslied gesungen. Es heißt ‚Nuntá de boieri‘, was so viel bedeutet wie ‚Hochzeit der reichen Menschen‘. Es handelt von einer Hochzeit, von der Liebe, einem glücklichen gemeinsamen Leben und Kindern. Ich hoffe, dass es den Senioren gefallen hat.
Anastasia aus Rumänien 12 Jahre

Auch Mark, 13, aus Tschechien war schon im vergangenen Jahr beim VIG Kids Camp dabei – damals in Kärnten. Heuer verbringt er die zwei Wochen gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder in Radstadt. Besonders gefallen ihm die Natur, der Wald und natürlich der Sport. Dass Freundschaften aus dem Camp tatsächlich Bestand haben können, weiß Mark aus eigener Erfahrung: Mit vier Freunden, die er im vergangenen Jahr kennengelernt hat, tauscht er sich bis heute regelmäßig über eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe aus. Beim Besuch im Seniorenwohnheim zeigte er sein Können mit dem Jo-Jo.

Mark aus Tschechien, Teilnehmer am VIG Kidscamp
© Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer
Ich hoffe, ich habe den Bewohnern mit meiner Jo-Jo-Vorführung eine kleine Freude bereitet.
Mark aus Tschechien 13 Jahre

Familie über Grenzen hinweg

Für Ana-Maria, 13, aus Bulgarien, sind es vor allem die neuen Freundschaften, die das Camp besonders machen.

Ana-Maria aus Bulgarien, Teilnehmerin am VIG Kidscamp
© Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer
Am VIG Kids Camp gefällt mir, dass ich neue Freundschaften schließen und gleichzeitig so viel über Menschen aus anderen Ländern lernen kann. Ich möchte mit meinen neuen Freundinnen in Kontakt bleiben – auch nach dem Camp.
Ana-Maria aus Bulgarien 13 Jahre

Ihren Platz im Camp hatte sie sich über den internationalen Fotowettbewerb „We are family“ gesichert. Ihr Wettbewerbsfoto entstand an ihrem Geburtstag und zeigt sie gemeinsam mit ihren Eltern vor einer großen Geburtstagstorte. Was Familie für sie bedeutet? „Geliebt zu werden, aufeinander aufzupassen und immer füreinander da zu sein.“

Unter dem Motto „We are family“ waren Kinder von Mitarbeiter:innen der Vienna Insurance Group und ihrer Gruppengesellschaften im Alter von 9 bis 13 Jahren eingeladen, ihre persönliche Vorstellung von Familie kreativ in einem Foto festzuhalten. Die überzeugendsten Einsendungen wurden mit einer Einladung ins VIG Kids Camp ausgezeichnet. Bereits zum 14. Mal bringt der Wiener Städtische Versicherungsverein, Hauptaktionär der Vienna Insurance Group, mit dem VIG Kids Camp Kinder von Mitarbeiter:innen der internationalen VIG-Gesellschaften in Österreich zusammen.

Manchmal braucht es ein bisschen Mut

Für den neunjährigen Novak aus Serbien bedeutete das VIG Kids Camp zugleich seine erste Reise nach Österreich. Besonders der „Abend der Nationen“, bei dem die Kinder Traditionen und Bräuche ihrer Heimatländer vorstellten, ist ihm in Erinnerung geblieben.

Novak aus Serbien, Teilnehmer am VIG Kidscamp
© Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer
Jedes Land hat seine eigenen Traditionen und Bräuche. Das habe ich beim ‚Abend der Nationen‘ erfahren. Das hat mir gut gefallen.
Novak aus Serbien 9 Jahre

Und er hat sich bereits etwas für das nächste Mal vorgenommen: „Wenn ich nächstes Jahr wiederkommen darf, möchte ich mutiger sein und auch mit Kindern aus anderen Ländern sprechen.

Dass Begegnung nicht an Altersgrenzen endet, erlebte auch Leon, 12, aus Wien beim Besuch im Caritas Pflegewohnhaus im steirischen Preding.

Leon aus Wien, Teilnehmer am VIG Kidscamp
© Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer
Ich respektiere ältere Menschen und wenn man ihnen eine Freude machen kann, sollte man das auch tun.
Leon aus Wien 12 Jahre

Gerade diese generationenübergreifenden Begegnungen sind ein wichtiger Bestandteil des VIG Kids Camps.

Mit einem traditionellen litauischen Volkstanz begeisterten Agneta (12) und Simas (13) aus Vilnius gemeinsam mit weiteren Kindern aus Litauen die Bewohnerinnen und Bewohner im Caritas Pflegewohnhaus Preding. Der fröhliche Tanz erzählt von den berühmten Palatschinken, die nach einem alten Familienrezept von der Großmutter zubereitet werden.

Kinder bilden in einem Raum einen Kreis und halten sich an den Händen.
© Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer

„Zu Beginn tanzen wir gemeinsam im Kreis und halten uns an den Händen, danach wechseln wir in Zweierpaare. Wir hoffen, dass unsere Aufführung dem Publikum Freude bereitet hat“, sagt Agneta. Für die Zwölfjährige ist das VIG Kids Camp aber weit mehr als ein Ort zum Tanzen. Besonders schätzt sie die Möglichkeit, Kinder aus anderen Ländern kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen. Auch Simas nimmt unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause: Der begeisterte Fußballspieler hat im VIG Kids Camp in Leibnitz bereits Freunde aus Serbien und der Türkei gefunden.

Doch nicht nur für die Kinder bleiben diese Begegnungen in besonderer Erinnerung – auch für die 84-jährige Aloisia G., Bewohnerin im Caritas-Pflegewohnhaus Preding. Die ehemalige Schneiderin hatte für die jungen Gäste eine besondere Überraschung vorbereitet: Sie überreichte jedem Kind ein selbst gefertigtes Glückswürmchen und schenkte ihnen damit eine ganz persönliche Erinnerung an den gemeinsamen Nachmittag.

Ältere Frau im Rollstuhl zeigt Kindern selbst gebastelte Figuren.
© Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer

15 Länder, eine Woche, „United in Plurality“

Während bei den VIG Kids Camps gemeinsame Erlebnisse, neue Freundschaften und der Austausch zwischen den Generationen im Mittelpunkt stehen, setzen sich Jugendliche bei den EYFON VIG YouthDays intensiv mit der Frage auseinander, was ein vielfältiges und friedliches Europa ausmacht.

30 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren aus 15 Ländern kamen vom 2. bis 7. August auf der Europaburg Neumarkt in der Steiermark zusammen. Unter dem Motto „United in Plurality“ beschäftigten sie sich in Workshops und Diskussionen mit Vielfalt, Vorurteilen, Medienkompetenz und Friedensbildung. Outdoor-Aktivitäten und ein interkultureller Abend boten zusätzlich Gelegenheit, andere Perspektiven kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die EYFON VIG YouthDays werden vom European Youth Forum Neumarkt (EYFON) in Kooperation mit dem Wiener Städtischen Versicherungsverein durchgeführt und fanden heuer bereits zum siebenten Mal statt. Ihr Ziel: junge Menschen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa miteinander zu vernetzen und europäische Werte durch persönliche Begegnungen erlebbar zu machen.

Vielfalt als Stärke

Was „United in Plurality“ für die Jugendlichen selbst bedeutet, zeigt ein Gespräch mit Ceren aus der Türkei. Die 17-Jährige kam zu den YouthDays, um Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen und mehr über deren Kulturen und Werte zu erfahren.

Ceren aus der Türkei, Teilnehmerin der EYFON VIG YouthDays
© Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer
Besonders schön war, dass ich neue Freundschaften mit Jugendlichen aus Albanien, Ungarn und Bulgarien geschlossen habe – und ich hoffe, dass wir auch in Zukunft in Kontakt bleiben. Pluralität bedeutet für mich, dass wir alle unterschiedlich sind und gerade diese Vielfalt unsere größte Stärke ist.
Ceren aus der Türkei 17 Jahre

Und was wünscht sie sich für die Zukunft Europas? Ihre Antwort ist kurz und klar: „Vor allem eines: Frieden.“

Andrei, 16, aus Bukarest nahm dieses Jahr zum ersten Mal an den EYFON VIG YouthDays teil. Besonders begeisterte ihn der Austausch mit Jugendlichen aus anderen Ländern.

Andrei aus Bukarest, Teilnehmer bei den EYFON VIG YouthDays
© Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer
Wir haben gemeinsam getanzt, Spiele gespielt und darüber gesprochen, was unsere Länder unterscheidet, aber auch, was uns verbindet.
Andrei aus Bukarest 16 Jahre

Für seinen Beitrag zu „What does plurality mean to me?“ beschäftigte er sich mit der kulturellen Vielfalt Siebenbürgens und dem Zusammenleben von Rumän:innen, Ungar:innen und Siebenbürger Sächs:innen. „United in Plurality bedeutet für mich, dass wir unsere Vielfalt nutzen sollten, um uns zu verbinden.“ Für seine Zukunft hat Andrei ebenfalls ein klares Ziel: Er möchte Pianist werden. Und für Europa wünscht er sich mehr Zusammenhalt: „Ich hoffe, dass wir in Zukunft stärker vereint sind und uns nicht wegen unserer Unterschiede voneinander trennen lassen.“

Auch Iris, 16, aus Albanien kennt die VIG-Familie bereits. Nach ihrer Teilnahme am VIG Kids Camp stellte sie sich dieses Jahr einer neuen Herausforderung und nahm an den YouthDays teil. Dort lernte sie Jugendliche aus der Türkei und aus Serbien kennen.

Ceren aus Albanien, Teilnehmerin der EYFON VIG YouthDays
© Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer
Pluralität bedeutet für mich, dass jeder von uns anders ist. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir einander kennenlernen und voneinander lernen.
Iris aus Albanien 16 Jahre

Was vom Sommer bleibt

Vier Camp-Standorte, rund 500 Kinder aus 20 Ländern, 30 Jugendliche aus 15 Ländern – hinter diesen Zahlen stehen vor allem persönliche Begegnungen. Manche dauern einen Nachmittag, andere werden zu Freundschaften, die über Jahre und Ländergrenzen hinweg bestehen bleiben. Ob neun oder 17 Jahre alt, ob aus Serbien, Rumänien, Albanien, Bulgarien, der Türkei, Tschechien, Georgien, Kroatien, Lettland, Litauen oder Österreich: Die Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen zeigen, was entstehen kann, wenn Menschen neugierig aufeinander zugehen. Vielleicht ist genau das die wichtigste Erinnerung, die die jungen Menschen aus diesem Sommer mitnehmen: Unterschiede trennen uns nicht zwangsläufig. Wenn wir einander kennenlernen, können sie uns verbinden.

Gruppenfoto von Kindern und Betreuer:innen beim VIG Kids Camp 2026 im Freien.
© Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer
Am Bild links Dr. Judit Havasi (Vorstandsdirektorin Vienna Insurance Group) und Mag. Robert Lasshofer (Vorstandsvorsitzender Wiener Städtische Versicherungsverein) mit Kindern aus Litauen, Georgien und Polen, die zwei Wochen ihrer Sommerferien im VIG Kids Camp in Wien-Strebersdorf verbrachten.
06.10.2025

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